SIP Talks

Gemeinnützige Stiftungen in der Forschungsförderung

Schweden als Referenzmodell – Relevanz für Österreich

17. Juni 2026 |
online
Mikolaj Norek

Was Österreich von Schwedens starkem Stiftungssektor lernen kann – und warum wirksame Forschungsförderung mehr braucht als öffentliche Mittel allein.

Schweden gilt als eines der innovativsten Länder der Welt. Doch was trägt sein Forschungssystem wirklich? Neben staatlichen Förderagenturen ist es vor allem ein starker, professionell organisierter Stiftungssektor, der das System prägt – nicht als Lückenbüßer, sondern als eigenständige strategische Kraft.

Dieser Talk zeigt, wie schwedische Stiftungen – von der Wallenberg-Sphäre bis zu den aus den Lohnempfängerfonds entstandenen 1994er-Stiftungen – Forschung finanzieren, Talente binden und Infrastruktur aufbauen. Und er zeigt, was empirisch belegt ist: Philanthropische Mittel verdrängen öffentliche Förderung nicht – sie ergänzen sie, mit einem klaren Schwerpunkt auf anwendungsorientierter, innovationsnaher Forschung.

Was bedeutet das für Österreich? Der Fonds Zukunft Österreich bietet eine institutionelle Grundlage. Die zentrale Frage lautet nicht, ob Österreich mehr Stiftungen braucht – sondern ob seine Förderinstrumente so gebaut sind, dass sie Legitimation, Lernfähigkeit und strategische Wirkung dauerhaft sicherstellen.

Ressourcen

Mikolaj Norek, „Gemeinnützige Stiftungen in der Forschungsförderung“, Präsentation [PDF]

Zur Person

Mikolaj Norek

Mikolaj Norek ist Innovationsexperte mit über 15 Jahren Erfahrung an der Schnittstelle von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft in den nordischen Ländern. Als Managing Director des Forum for Innovation Management (FIM) – einer Initiative der Karl-Adam Bonnier Stiftung – hat er über mehr als ein Jahrzehnt eine der führenden Plattformen für Innovationspolitik in Schweden aufgebaut und geleitet: ein Netzwerk aus Entscheidungsträgern, Investoren, Forschungseinrichtungen und Unternehmen, das den Diskurs über Innovationsgovernance, Entrepreneurship und Wissenstransfer im nordischen Raum maßgeblich mitgeprägt hat. Heute verantwortet er als Head of Innovation & Technology Nordics bei der Außenwirtschaft Austria in Stockholm die Innovationsagenden in Schweden, Dänemark, Norwegen und Finnland.Mikolaj studierte Betriebswirtschaft an der WU Wien mit Aufenthalten an der London School of Economics und Stockholm School of Economics. Er spricht fließend Deutsch, Schwedisch, Englisch und Polnisch.

SIP Talks

Die Analyse des österreichischen Hochschulsystems

ein SIP Talk spezial

04. Mai 2026 |
online
Thomas Henzinger, Dietrich Haubenberger

Mit diesem SIP Talk spezial möchten wir einen Raum öffnen, um die Erkenntnisse der Analyse zu diskutieren und darüber zu sprechen, welche Hochschulen Österreich im Jahr 2040 braucht – und wie wir das erreichen.

Mit der Analyse des österreichischen Hochschulsystems hat der FORWIT eine Grundlage für die Hochschulstrategie 2040 der Bundesregierung geschaffen und gibt darin Denkanstöße zur ihrer Entwicklung mit. Die Analyse zeigt: Österreichs Hochschulen verfügen über große Stärken, stehen aber zugleich vor Herausforderungen, die für ihre künftige Leistungsfähigkeit entscheidend sind.

Grundsätzlich spiegelt die Analyse ein System wider, das durch seine strukturell, finanziell und steuerungsseitig stark unterschiedliche Organisation äußerst versäult ist. Das schwächt nach Einschätzung des FORWIT die Durchlässigkeit, hemmt die strategische Profilbildung und erschwert die Weiterentwicklung der einzelnen Einrichtungen.

Doch was braucht das österreichische Hochschulsystem, um auch im Jahr 2040 leistungs- und wettbewerbsfähig zu sein und seine Kernaufgaben erfolgreich und wirksam zu erfüllen?

Zur Person

Thomas Henzinger

Vorsitzender des FORWIT

Dietrich Haubenberger

Ratsmitglied des FORWIT

SIP Talks

How to foster trust in science in complex times?

Lessons from the VERITY Horizon Europe project

18. Mai 2026 |
online
Gábor Szüdi, Pamela Bartar

This talk will present key findings from the VERITY project, which explored what shapes public trust in science across Europe.

Trust in science is a crucial element of a well-functioning, evidence-based society, particularly when addressing global crises such as pandemics or climate change. Recent research shows that this trust is strongly influenced by socio-economic, institutional and political factors. The VERITY project (Horizon Europe) aimed to explore the complexity of these factors using a novel analytical framework based on an ecosystemic understanding of trust in science.

As a final outcome of the project, 100 actionable policy recommendations were developed across six key strategies, based on the results of a series of participatory activities.

In this SIP Talk, the project’s main findings will be presented, focusing in particular on the overarching analytical framework, the participatory activities involving experts and citizens, and the role of the Austrian project partner (ZSI). These central conclusions support all those interested in gaining a better understanding of the dynamics and driving forces of trust in science, thereby contributing, in a time of major technological and political change, to a society that is more resilient to misinformation and fake news.

After presenting the result, Gábor Szüdi, together with co-author Pamela Bartar (ZSI), will engage in a discussion with the online and in-presence audience.

Resources

Zur Person

Gábor Szüdi

Dr Gábor Szüdi has been a Senior Researcher and Project Manager in the Department of Research Policy and Development at the Centre for Social Innovation (ZSI) GmbH since 2016. He holds a PhD in Economic Policy from the University of Economics in Bratislava (2016). From the beginning of his career, Gábor has been involved in the preparation of proposals, and in the management of grants and projects for various international programmes (FP7, Horizon 2020, Horizon Europe, Interreg Danube Region, EEA and Norway Grants) on topics related to EU research and innovation (R&I) policy and international R&I cooperation. His projects have often focused on societal engagement, co-creation, impact and the acceptance of scientific research. In the field of trust in science, he co-led the work packages on participatory approaches within the TRESCA (Horizon 2020) and VERITY (Horizon Europe) projects.

Pamela Bartar

Pamela M. Bartar is team member of the Centre for Social Innovation (ZSI) in Vienna working in different positions (since 2009) such as Coporate Communication Coordinator and European Research Project Manager (current). Her focus in practice and practice based research lays on participatory approaches and public engagement including dimensions of RRI, science communication, PR and social media, as well as art & knowledge transfer.Pamela is lecturer in the field of communications at the University of Vienna and also teaching at the “Kinder University” – a special summer programme for young scientists by the University of Vienna addressed to children between 6 and 14 years. Moreover, she is an experienced project manager and was involved in a representative range of socio- and intercultural projects. Pamela holds a master degree in communication science and media studies (Mag.a) as well as in cultural management and gender studies (MAS).

SIP Talks

Erfolgreich Wirtschaften innerhalb planetarer Grenzen

Lessons from the VERITY Horizon Europe project

20. April 2026 |
hybrid
Sigrid Stagl

Wie lässt sich Europas ökologische Transformation mit wirtschaftlichen Prioritäten vereinbaren und durch gezielte Klimainvestitionen stärken?

Die Präsentation thematisiert, wie Europa seine ökologische Transformation trotz neuer politischer Schwerpunktsetzungen – wie Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit, Innovation und Deregulierung – erfolgreich fortsetzen kann. Vor dem Hintergrund mehrfach überschrittener planetarer Belastungsgrenzen und zunehmend gravierender klimabedingter Risiken wird analysiert, wie sich ambitionierte Umwelt- und Klimapolitik mit ökonomischen und finanziellen Rahmenbedingungen vereinbaren lässt. Zentrale Hebel sind glaubwürdige Klimainvestitionsstrategien, synergetisch wirkende Politikportfolios sowie finanzielle Instrumente, die der doppelten Wesentlichkeit von Klimarisiken Rechnung tragen.

Die Präsentation verdeutlicht die makroökonomischen Vorteile frühzeitiger und umfassender Investitionen in Klimaschutz und -anpassung – darunter verbesserte fiskalische Resilienz, sinkende Finanzierungskosten und nachhaltigeres Wirtschaftswachstum. Gleichzeitig werden die Risiken des Nichthandelns sowie die Chancen eines Übergangs zu einer emissionsarmen, naturpositiven Wirtschaft aufgezeigt. Abschließend wird dargelegt, welche Akteursgruppen besonders gefordert sind und welche systemischen Veränderungen notwendig sind, um die Wirtschaft dauerhaft innerhalb ökologischer und sozialer Grenzen zu verankern.

Zur Person

Sigrid Stagl

Ökonomin mit Forschungsschwerpunkten Nachhaltiges Arbeiten, Ökologische Makroökonomie, integrierte Bewertungsmethoden und sozioökonomische Theorie des Handelns; empirischer Fokus auf Energie und Nahrungsmittel. Seit 2008 Professorin am Department für Sozioökonomie an der WU. Davor forschte und lehrte Sigrid Stagl an der University of Leeds und University of Sussex (2001-2009). Nach dem Diplomstudium an der WU Wien absolvierte sie ihr PhD Studium am Department of Economics at Rensselaer Polytechnic Institute, Troy, New York, wo ihr weltweit das erste Doktorat in Ecological Economics verliehen wurde. Für mehr als ein Jahrzehnt war sie in der Governance der European Society for Ecological Economics tätig. An der WU gründete sie das Institute for Ecological Economics. Derzeit ist sie Leiterin des Institute for Ecological Economics, Leiterin Kompetenzzentrum für Sustainability Transformation and Responsibility an der WU Wien und Research Group Leader am Institute for Ecological Economics.

SIP Talks

Das österreichische Hochschulsystem im Wandel

Überblick und Ausblick aus der Perspektive der Hochschulforschung

12. Dezember 2025 |
hybrid
Attila Pausits

Attila Pausits gibt Einblick in aktuelle Wandelprozesse des österreichischen Hochschulsystems und diskutiert ihre Bedeutung für Forschung, Politik und Praxis.

In diesem SIP Talk gibt der Beitrag einen kompakten Überblick über zentrale Wandlungsprozesse im österreichischen Hochschulsystem und diskutiert, was diese Entwicklungen aus Sicht der Hochschulforschung bedeuten. Ausgangspunkt ist die im Anhang bereitgestellte Publikation, deren Kernaussagen gebündelt und in aktuelle Debatten eingeordnet werden. Ergänzend präsentiert der Beitrag ausgewählte empirische Ergebnisse aus laufenden Aktivitäten und Forschungsprojekten am Department für Hochschulforschung an der UWK – mit Blick auf Strukturen, Governance und Steuerung, Leistungsdiskurse sowie die akademische Profession. Abschließend skizziert der Beitrag offene Forschungsfragen und mögliche Entwicklungspfade und lädt zur Diskussion ein, welche Evidenzen für Planung, Politik und institutionelle Praxis besonders relevant sind.

Ressourcen

Zur Person

Attila Pausits

Dr. Attila Pausits ist Universitätsprofessor für Hochschulforschung und -entwicklung sowie Leiter des Departments für Hochschulforschung an der Universität für Weiterbildung Krems (Österreich). Er koordiniert das Erasmus-Mundus-Joint-Master-Programm „Research and Innovation in Higher Education (MARIHE), MSc“, ist Sprecher des österreichischen Netzwerks für Hochschulforschung und Vorsitzender des Editorial Boards der Zeitschrift für Hochschulentwicklung (zfhe).Er leitete zahlreiche europäische und nationale Projekte im Bereich Hochschulforschung und -entwicklung und wirkte an vielen Publikationen und Studien mit. In seiner Arbeit kooperiert er u. a. mit der Europäischen Kommission, der OECD und der UNESCO sowie mit Qualitätssicherungsagenturen und Ministerien und unterstützt die Entwicklung der Hochschulbildung auf Makro-, Meso- und Mikroebene. Seine Forschungsinteressen umfassen Hochschulgovernance, Organisations- und Karriereentwicklung, die Third Mission von Universitäten.

10. Ratssitzung

Überblick und Ausblick aus der Perspektive der Hochschulforschung

Die zehnte Sitzung der Ratsversammlung des FORWIT fand als Klausur am 1. und 2. Juni 2026 in einem Seminarhotel in Baden statt. Im Zentrum stand dabei die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem auch im Regierungsprogramm als Vorhaben angegebenen Thema der Weiterentwicklung des österreichischen FTI-Systems, das den Rat bis Ende 2027 beschäftigen wird. Besprochen wurden zunächst die inhaltlichen Evidenzen über die Leistungsfähigkeit des aktuellen FTI-Systems auf Basis von Impulsvorträgen von ausgewiesenen Expert:innen, nämlich Jürgen Janger (WIFO), Brigitte Ecker (WPZ Research) und Isabella Wagner (fteval). Auch die zentralen Ergebnisse des diesjährigen FTI-Monitors wurden intensiv diskutiert.

Die weitere Vorgehensweise wurde dann am zweiten Tag besprochen. U.a. wurde eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit der weiteren Ausarbeitung der Thematik beschäftigen wird. Das neue Ratsmitglied Uwe Cantner wurde dabei zum Vorsitzenden bestellt. Weitere Mitglieder sind Thomas Henzinger, Helga Nowotny, Sonja Sheikh und Theresia Vogel. Beschlossen wurde eine Empfehlung zu „Studieren in Österreich“, womit auch die Tätigkeit der damit befassten Arbeitsgruppe formal abgeschlossen wurde, und eine Empfehlung zur Verwendung der Mittel im Fonds Zukunft Österreich 2026, die somit fristgerecht dem Stiftungsrat der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung zur weiteren Behandlung übermittelt werden konnte.

9. Ratssitzung

Überblick und Ausblick aus der Perspektive der Hochschulforschung

Die neunte Sitzung der FORWIT-Ratsversammlung fand am 26. Januar ganztägig in Räumlichkeiten des Parlaments in Wien statt. Nach einem informativen Austausch mit Christoph Badelt, der als Vorsitzender des Produktivitätsrats über dessen jüngste Empfehlungen zur Neuausrichtung der FTI-Politik in Österreich berichtete, diskutierte die Ratsversammlung intensiv über die weitere Behandlung der den FORWIT betreffenden Themenbereiche im aktuellen Programm der Bundesregierung.

Am Nachmittag der Sitzung wurden die im vergangenen Jahr geleisteten Schwerpunkte rückblickend und zusammenfassend besprochen. Zur Wettbewerbsfähigkeit in FTI beschloss der Rat eine Analyse zum Thema „Science to Business“. Weiters beschloss die Ratsversammlung auch eine Compliance-Richtlinie, mit der die Rahmenbedingungen für das weitere effektive Vorgehen des FORWIT in seiner Beratungstätigkeit flankierend sichergestellt wird.

An die Ratssitzung schloss sich ein Austausch mit Mitgliedern der Bundesregierung an. Der Abend fand seinen Ausgang mit dem traditionellen Neujahrsempfang des FORWIT, gekrönt von einer bewegenden Rede der scheidenden stellvertretenden Vorsitzenden Sylvia Schwaag Serger.

8. Ratssitzung

Überblick und Ausblick aus der Perspektive der Hochschulforschung

Im Rahmen einer Delegationsreise nach Berlin wird die achte Ratssitzung am Montag, den 10. November 2025 stattfinden. Anlässlich dieser Reise werden die Ratsmitglieder auch die Möglichkeit haben, am Sonntag davor an der international renommierten Falling Walls Konferenz teilzunehmen.

Bericht zur Delegationsreise

7. Ratssitzung

Überblick und Ausblick aus der Perspektive der Hochschulforschung

Die siebte Ratssitzung des FORWIT fand in engem zeitlichem Zusammenhang mit den diesjährigen Technology Talks statt, wo intensiv über technologische Zukunftstrends und erforderliche forschungspolitische Rahmenbedingungen gesprochen wurde. Schon am Donnerstag, den 11. September hat der FORWIT im Rahmen seines Schwerpunkts zur Wettbewerbsfähigkeit in FTI den Workshop Science2Business durchgeführt.

Am Freitag, 12. September fanden vormittags hochrangige Panels zu forschungs- und innovationspolitischen Themenstellungen statt, bei denen Vertreter:innen des FORWIT prominent eingebunden waren. Den Höhepunkt stellte sicherlich der Input von Vorsitzendem Tom Henzinger im Abschlusspanel dar, bei der er die vom FORWIT abgegebenen Empfehlung zur Erstellung des FTI-Pakts 2027-29 vorstellte.

In der Ratssitzung am Freitagnachmittag stand dann die Diskussion zum Arbeitsprogramm 2026 im Mittelpunkt. Auch die Planung der Delegationsreise im November nach Berlin wurde besprochen. Der Rat beschloss, ein programmatisches Statement zur Freiheit der Wissenschaft abzugeben. Es wurden zwei neue Arbeitsgruppen eingerichtet, die voraussichtlich bis Ende 2026 bestehen sollen. Die eine dient zur österreichweiten Vernetzung und Koordination zum Thema Künstliche Intelligenz, die andere wird ab sofort die im Regierungsprogramm vom FORWIT erwartete Analyse des österreichischen Hochschulsystems ausarbeiten.

6. Ratssitzung

Überblick und Ausblick aus der Perspektive der Hochschulforschung

Die sechste Sitzung der FORWIT Ratsversammlung begann am Montag, den 26. Mai 2025 mit einem Arbeitsfrühstück, an dem auch drei Vertreter:innen der Bundesregierung teilnahmen. Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner, Bundesminister Peter Hanke und Staatssekretärin Elisabeth Zehetner lernten dabei die Ratsmitglieder des FORWIT kennen und nutzten die Gelegenheit, sich über die ambitionierten forschungs- und innovationspolitischen Ziele im Regierungsprogramm auszutauschen. Im Anschluss fand in den Räumlichkeiten des Parlaments die Präsentation des FTI-Monitors 2025 statt, an dem knapp 100 Personen aus allen Teilen des FTI-Systems den Ausführungen zur Analyse des FORWIT folgten.

Im Anschluss zog sich die Ratsversammlung gemeinsam mit den Mitarbeiter:innen der Geschäftsstelle zu einer zweitägigen Klausur in ein Seminarhotel in Baden zurück. Neben Berichten zum Ausarbeitungsstand der beiden inhaltlichen Schwerpunktthemen – Studieren in Österreich (Leitung: Tom Henzinger) sowie Wettbewerbsfähigkeit in FTI (Leitung: Georg Kopetz) – wurde auch besprochen, wie sich der FORWIT in den kommenden Wochen angesichts zahlreicher Nennungen von verschiedenen Vorhaben im Regierungsprogramm, die in den Bereich Wissenschaft, Forschung und Innovation fallen, aktiv einbringen kann. Ein Hauptaugenmerk wird dabei auf die Analyse des Hochschulsystems zur Vorbereitung einer Hochschulstrategie 2040 zu lesen sein. Aber auch die rasche Erarbeitung von Empfehlungen für den nächsten FTI-Pakt, der bis Ende des Jahres von der Bundesregierung zu beschließen sein wird, hat hohe Priorität.

Intensiv gearbeitet wurde auch zu den Themenbereichen Künstliche Intelligenz, Schlüsseltechnologien sowie Forschungssicherheit und wissenschaftliche Freiheit. Die Ratsversammlung diskutierte zudem die neuesten Entwicklungen im Bereich der europäischen Forschungspolitik, basierend auf dem Reflexionspapier der Bundesregierung zum nächsten Forschungsrahmenprogramm. Die weitere Vernetzung mit anderen Ratsformationen und Beratungsgremien – international als auch in Österreich – wird weiter forciert; und der FORWIT wird sich auch weiterhin für eine proaktive, europäische Perspektive auf FTI-Politik in Österreich einsetzen.