Erstes Arbeitstreffen mit dem Sounding Board
Das erste Treffen der Arbeitsgruppe mit dem Sounding Board markiert einen wichtigen Meilenstein in der Analyse des österreichischen Hochschulsystems, die der FORWIT derzeit als eine der Grundlagen für die Entwicklung der Hochschulstrategie 2040 durchführt. Der nun gestartete Austausch begleitet den Prozess kritisch und bringt eine internationale Perspektiven ein.
Internationale Expert:innen für die Perspektive von außen
Ziel ist es, zentrale Befunde zur Leistungsfähigkeit, Steuerung und Finanzierung des österreichischen Hochschulsystems systematisch mit Erfahrungen aus anderen Ländern zu konfrontieren. Das Sounding Board vereint profilierte Persönlichkeiten aus Hochschulpolitik, Universitätsleitung und Bildungsforschung, die unterschiedliche nationale Systeme aus eigener Erfahrung kennen. Diese Mischung soll gewährleisten, dass Österreichs Hochschulsystem nicht nur an Kennzahlen, sondern auch an institutionellen Reformpfaden und strategischen Weichenstellungen anderer Länder gespiegelt wird. Die Mitglieder des Sounding Boards sind:
- Robert-Jan Smits war Generaldirektor für Forschung und Innovation bei der Europäischen Kommission, wo er maßgeblich die EU-Forschungsprogramme Horizon 2020 und Horizon Europe gestaltete. Bis 2025 war er Präsident des Executive Boards der TU Eindhoven.
„Ich freue mich sehr, dass wir diese vier herausragenden Expert:innen dafür gewinnen konnten, unsere Analyse aus internationaler Perspektive zu begleiten und zu kommentieren“, so Henzinger.
Erstes Arbeitstreffen als Startsignal
Beim ersten gemeinsamen Arbeitstreffen diskutierten die Mitglieder der Arbeitsgruppe und des Sounding Boards den analytischen Rahmen, die Leitfragen und erste Befunde. Im Zentrum stand die Frage, welche internationalen Vergleichsperspektiven für Österreich besonders relevant sind – von Studienerfolg und Talentgewinnung bis hin zu Governance-Strukturen und gesellschaftlicher Verantwortung der Hochschulen. Im weiteren Verlauf fungiert das Sounding Board als Resonanzraum für Zwischenergebnisse und als Sparringpartner für zentrale Thesen der Analyse. Die Einschätzungen fließen in jene Standortbestimmung ein, auf deren Basis die Hochschulstrategie 2040 weiterentwickelt werden soll.
Über die Analyse des österreichischen Hochschulsystems
Auf Basis ihres Regierungsprogramms hat die österreichische Bundesregierung den FORWIT beauftragt, eine Analyse des Hochschulsystems durchzuführen, die als eine Grundlage für die Ausarbeitung der Hochschulstrategie 2040 dienen soll. Aufgabe dieser Analyse ist es, das österreichische Hochschulsystem in seiner gegenwärtigen Verfassung darzustellen und seine systemische Leistungsfähigkeit festzustellen. Dazu werden quantitative Indikatoren definiert, mögliche Zieldimensionen für die drei Kernaufgaben von Hochschulen – Wissensvermittlung, Wissensproduktion und Wissenstransfer – vorgeschlagen und potenzielle Herausforderungen identifiziert, die einer politischen Lösung bedürfen.
Die Analyse liefert eine Grundlage für die Ausarbeitung der Hochschulstrategie, die die Frage beantworten muss, welche Hochschulen Österreich im Jahr 2040 brauchen wird.

FORWIT/J. Zinner
Steven Lelham
Johannes Zinner/FORWIT